Connie Palmen: Idole und Ihre Mörder

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Connie Palmen: Idole und Ihre Mörder

Produktart: Buch, preisgebunden
Autor: Connie Palmen
Sprache: Deutsch
Einband: gebunden, Leinen
Seiten: 103
Verlag: Diogenes Verlag
Erscheinungsjahr: 2011

 

Vor zehn Jahren entspann sich zwischen Connie Palmen und einem ihr bis dahin unbekannten Fan eine denkwürdige Korrespondenz. Sie gipfelte in einer Begegnung und im Bekenntnis des Mannes: Ich wollte Sie ermorden. Aus Liebe.

Palmen hatte das Glück, sich mit ihrem potentiellen Mörder auseinandersetzen zu können. Andere Personen des öffentlichen Lebens hatten diese Chance nicht: 1963 wurde John F. Kennedy von Lee Harvey Oswald getötet, John Lennon fiel 1980 einem enttäuschten Fan zum Opfer. 2002 wurde Pim Fortuyn beim Verlassen eines Fernsehstudios erschossen, und 1997 zielte ein siebenundzwanzigjähriger Mann auf den berühmten Modemacher Gianni Versace - Mörder aus enttäuschter Liebe, die - darin vergleichbar einem politischen Selbstmordattentäter - ihr Gefühl der Legitimation aus der Welt der Einbildung beziehen.

Auch die Attentate auf Andy Warhol oder Ronald Reagan, der Selbstmord von Marilyn Monroe oder Elvis Presley - hinter all dem steht die Tragik dieses Phänomens: des Unvermögens, zwischen öffentlichem Schein und Sein unterscheiden zu können.

Palmen untersucht die Triebfedern von Fans, Fanatikern, Stalkern, Mördern und Selbstmördern. Und wie immer kommt sie dabei auf komplexe Grundfragen unserer heutigen Erlebenskultur zu sprechen, auf eine Welt, die durch die Medien grenzenlos geworden ist, auf das Verschwimmen der Grenzen von echt und unecht, Fiktion und Wirklichkeit.

CONNIE PALMEN, geboren 1955, studierte Philosophie und Niederländische Literatur, lebt in Amsterdam. Für den Roman Die Freundschaft erhielt sie 1995 den renommierten AKO-Literaturpreis.

Was haben die Morde an John F. Kennedy, John Lennon, Pim Fortuyn und Gianni Versace miteinander gemein? Es sind "moderne Morde", denn in ihnen spiegelt sich die Pathologie unserer heutigen Erlebenskultur, das Verschwimmen der Grenzen von Wirklichkeit und Fiktion.

"Man könnte sagen, daß der Mörder und der Schriftsteller an den beiden entgegengesetzten Enden der Fiktion stehen: Der eine lebt in der Gefangenschaft der Einbildung, und der andere kreiert aus freiem Willen eine neue Welt der Einbildung für ein Publikum." Connie Palmen