Klassiker des Theaters Jubiläumsbox
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Klassiker des Theaters Jubiläumsbox - Eine visuelle Enzyklopädie
10 große Theateraufführungen und Filme - zum 10-jährigen Jubiläum des ZDFtheaterkanals
Mit: Katja Flint, Gert Voss, Götz George, Nina Petri, Hannah Herzsprung, Christoph Maria Herbst u.v.a.
Umfang: 10 Video-DVDs im Schuber; ca. 1.170 Min
Sprache: Deutsch
FSK: ab 12 Jahren
Sehen Sie Klassiker von Goethe, Schiller, Lessing bis Shakespeare, inszeniert von Regiegrößen wie Luc Bondy, Leander Haußmann, Andrea Breth oder Michael Thalheimer. Die Höhepunkte der weltweit einmalig vielfältigen deutschen Theaterlandschaft, vereint in einer 10er DVD-Box. Eine visuelle Enzyklopädie des Theaters auf Bühne und Leinwand, welche in keiner anspruchsvollen DVD-Sammlung fehlen sollte.
Vom Theater das Beste - Sparen Sie mit der Box über 50% gegenüber den Einzeltiteln!
Zum Inhalt der DVDs:
1.) Werther
Film, nach »Die Leiden des jungen Werther« von Johann Wolfgang von Goethe
Mit: Stefan Konarske, Hannah Herzsprung, David Rott, Fritz Roth, Aaron Hildebrand, Harald Schrott
Regie und Buch: Uwe Janson
Redaktion: Wolfgang Bergmann, Meike Klingenberg
Umfang: 1 Video-DVD; 90 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2008
FSK: ab 12 freigegeben
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 16:9
Ton: Dolby Digital Stereo
Format: PAL
Bonus: Drehbericht, Booklet
Zum Inhalt:
Es ist der leidenschaftlichste, vielleicht auch der gefährlichste klassische Text deutscher Sprache: »Die Leiden des jungen Werther« machte den damals als Bürgerschreck geltenden jungen Goethe schlagartig in Deutschland bekannt und gilt heute als Schlüsselroman dieser Zeit. Mit einem erstklassigen Ensemble gelang Uwe Janson eine brillante zeitgemäße Umsetzung des Klassikers.
2.) Die Ratten
Theateraufführung, nach Gerhart Hauptmann »Die Ratten«, Deutsches Theater Berlin
Mit: Constanze Becker, Henrike Johanna Jörissen, Katrin Klein, Lotte Ohm, Barbara Schnitzler, Regine Zimmermann, Isabel Schosing, Michael Benthin, Niklas Kohrt, Horst Lebinsky, Sven Lehmann, Mathis Reinhardt
Inszenierung: Michael Thalheimer
Redaktion: Wolfgang Bergmann
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 110 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2008
FSK: LEHR-Programm gemäß §14 JuSchG
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital Stereo
Format: DVD 9 | PAL
Zum Inhalt:
In einem Spalt, einem Rattengang, stets gebückt und im Halbdunkel lässt er die Menschen in ihrem Elend emotional verglühen. Olaf Altmanns geniales Bühnenbild wirkt wie ein Brennglas und intensiviert den Blick, schärft uns Augen und Ohren für das Geschehen an den Rändern der Gesellschaft, eine Gesellschaft, die es riskiert, die Schwächeren und Schwächsten fallen zu lassen, während die Starken das sinkende Schiff abnagen, bis nichts mehr dran ist. Und welch ein Ensemble steht Regisseur Thalheimer da zur Verfügung! Das Deutsche Theater in Berlin auf dem Höhepunkt seiner Leistungskraft.
3.) Peer Gynt
Film, nach »Peer Gynt« von Henrik Ibsen
Mit: Robert Stadlober, Susanne-Marie Wrage, Karoline Herfurth, Kathi Angerer, Max Hopp, Ulrich Mühe
Regie: Uwe Janson
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 80 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2006
FSK: LEHR-Programm gemäß § 14 JuSchG
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital Stereo, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Format: DVD 9 | PAL
Bonus: Abgeschminkt: Ulrich Mühe (Interview)
Zum Inhalt:
Der erfolgreiche Theaterfilm von Uwe Janson, Henrik Ibsens PEER GYNT mit deutscher Starbesetzung wird als weitere DVD in der Theater-Edition des ZDFtheaterkanals erscheinen. In der modernen Adaption des klassischen Werkes spielen Ulrich Mühe in seiner letzten Filmrolle als Knopfgießer und Robert Stadlober als Peer Gynt, sowie Karoline Herfurth als Solveig und Susanne-Marie Wrage als Aase.
PEER GYNT ist ein poetischer Film über die (Un-)Möglichkeit der Liebe, mit der Kraft eines der großen dramatischen Gedichte der Weltliteratur, inszeniert mit einem großartigen Schauspielerensemble. Regisseur Uwe Janson hat den genialen Ort zur Umsetzung des Stücks auf Usedom gefunden. Er inszeniert eine Reise entlang von Gewässern, in denen sich Peers Phantasie spiegelt. Begegnungen mit bizarren Gestalten fungieren als Weichensteller für die weiteren Verzweigungen von Peers Lebensweg, geben den Blick frei auf seine inneren Tumulte und die zahlreichen Persönlichkeiten, die ihm innewohnen. Peer Gynt wird auch als »Faust des Nordens« bezeichnet, dem Mephisto offensichtlich in der ruhelosen Seele sitzt.
4.) Emilia Galotti
Theateraufführung, nach Gotthold Ephraim Lessing »Emilia Galotti«, Aufführung des Burgtheaters Wien aus dem Haus der Berliner Festspiele
Mit: Johanna Wokalek, Michael König, Elisabeth Orth, Sven-Eric Bechtolf, Roland Koch, Andrea Clausen
Inszenierung: Andrea Breth
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 150 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2003
FSK: ohne Alterseinschränkung
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Stereo Dolby Digital
Format: DVD 9 | PAL
Zum Inhalt:
Was ist ein Klassiker? Die Antwort ist einfach und kompliziert zugleich. Die »Weihe« zum Klassiker resultiert aus der Nachhaltigkeit und Wertigkeit einer Persönlichkeit oder eines Werkes unabhängig von der Zeit und ihren Moden. Insofern haben wir es bei dieser »Emilia Galotti«-Inszenierung mit einem doppelten Klassiker zu tun. Lessings Ständestaats-Intrige ist ein Vatermord mit umgekehrtem Vorzeichen, eine zeitlos gültige Parabel über die Hoffnungslosigkeit der Liebe im zerstörerischen Räderwerk von Politik und Kabalen vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit. Auch die Inszenierungskunst Andrea Breths steht weit über der zuweilen hektischen Suche nach neuen, oft anpasserischen Formen eines Theaterbetriebs, der sich im Krieg um die Aufmerksamkeit in unserer Informationsgesellschaft zu behaupten sucht.
Breth hingegen nimmt sich Zeit und schenkt sie ihrem Publikum – für ein „time out“ von Minuten und Stunden außerhalb von Zeit und Raum jener Alltagswirklichkeit, die uns gelegentlich den Atem zu nehmen droht.
Andrea Breth inszeniert ihren inneren Furor auf der Bühne mit ruhiger Hand, geführt von scharfsichtiger Analyse und einer bis an den Rand des Lebbaren ausufernden Sensibilität. Das macht ihre Arbeiten über den Tag hinaus brisant und nachvollziehbar, selbst dann, wenn die Begegnung mit ihnen für das Publikum Arbeit bedeuten kann.
5.) Die Räuber
Theateraufführung, nach Friedrich Schiller »Die Räuber«, Aufführung des Thalia Theaters Hamburg / Salzburger Festspiele im Haus der Berliner Festspiele zum 46. Theatertreffen Berlin 2009
Mit: Christoph Bantzer, Maren Eggert, Philipp Hochmair, Daniel Hoevels, Felix Knopp, Peter Maertens, Katharina Matz, Alexander Simon
Inszenierung: Nicolas Stemann
Umfang: 1 Video-DVD; 132 Minuten + 10 Minuten Extras
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2009
FSK: ab 6 freigegeben
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 16:9
Ton: Dolby Digital Stereo
Format: PAL
Bonus: Kurzportrait Maren Eggert, Kolumne, 32-seitiges Booklet
Zum Inhalt:
Karl und Franz sind Brüder. Franz, der jüngere, hasst Karl. Er neidet ihm das Erbe, das dem Erstgeborenen zusteht, neidet ihm die Liebe des Vaters, die alles verzeiht. Zwei Brüder, ein Problem. Dass Karl und Franz in Wirklichkeit zwei Seiten einer Medaille sind und unter Freiheit immer nur die eigene verstehen, zeigt Nicolas Stemann, der Schillers »Räuber« als Männerrudel inszeniert und eine vierstimmige Brüderhydra auf die Piste schickt, die den Text als orchestrales Sprachwerk zelebriert. Das funktioniert derart elegant, dass aus Schillers Bruderpaar ein einziger Franzkarl und aus den »Räubern« ein Sprechkunstwerk wird.
6.) Kabale und Liebe
Film, nach Friedrich Schiller »Kabale und Liebe«
Mit: Paula Kalenberg, August Diehl, Götz George, Katja Flint, Katharina Thalbach, Ignaz Kirchner, Detlev Buck
Regie: Leander Haußmann
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 100 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2005
FSK: ab 12 freigegeben
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 16:9
Ton: Dolby Digital Stereo, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Format: DVD 9 | PAL
Bonus: Dreh- und Premierenbericht; Friedrich Schiller: Ein Interview
Zum Inhalt:
Ein deutscher Klassiker liefert den Stoff, ein kongenialer Regisseur findet die richtige Form und ein glänzend aufgelegtes Star-Ensemble spielt mit solcher Leidenschaft, dass Friedrich Schiller seine Freude daran gehabt hätte. Mit seiner Verfilmung von »Kabale und Liebe« beweist Leander Haußmann, dass ein klassisches Drama das Zeug zu bester Kinounterhaltung für alle hat. Die herausragende Paula Kalenberg, 18 Jahre jung und in ihrer Rolle äußerlich die Inkarnation der Unschuld und Reinheit, verführt das Publikum gemeinsam mit August Diehl als Ferdinand zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
Götz George als atemlos dominanter Vater Ferdinands gibt dem Präsidenten von Walter das Profil eines Raubtierkarrieristen; Detlev Buck ist sein Oberintrigant Wurm, der die Kabale erfindet, weil er von der Liebe verschmäht wird; und Katja Flint ist Lady Milford, deren mondäne Schönheit zu Perückenpuder zerfällt, als Luise ihr begegnet und sie einsehen muss, dass ihr standesdünkeliges Rollenspiel dieser Liebe nichts entgegenzusetzen hat. Katharina Thalbach und Ignaz Kirchner geben Luises Eltern Miller und Millerin mit viel Witz beides: Aufrichtigkeit und Tumbheit des kleinbürgerlichen Standes.
7.) Maria Stuart
Theateraufführung, nach Friedrich Schiller »Maria Stuart«, Thalia Theater Hamburg
Mit: Paula Dombrowski, Susanne Wolff, Werner Wölbern, Helmut Mosshammer, Peter Jordan, Asad Schwarz-Msesilamba, Christoph Bantzer, Daniel Hoevels
Inszenierung: Stephan Kimmig
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 110 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2008
FSK: LEHR-Programm gemäß § 14 JuSchG
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital Stereo
Format: DVD 9 | PAL
Zum Inhalt:
Fasziniert vom Schicksal der laut Zeitzeugen schönen und leidenschaftlichen Maria Stuart, plante Friedrich Schiller bereits nach der Beendigung von "Kabale und Liebe" ein Drama über die schottische Königin. Für ihn bestand die Herausforderung bei der Bearbeitung des Stoffes darin, »dass man die Katastrophe gleich in den ersten Szenen sieht, und, indem die Handlung des Stückes sich davon wegzubewegen scheint, ihr immer näher und näher geführt wird.« Schillers Trauerspiel beginnt drei Tage vor Maria Stuarts Hinrichtung. Es erzählt von der Eingekerkerten und ihrem Versuch, das bereits verkündete Todesurteil abzuwenden. Währenddessen ringen verschiedene politische Lager entweder um die Befreiung oder um die baldige Hinrichtung der Gefangenen. Schillers Königinnendrama stellt die Frage nach dem Verhältnis von Macht und Moral, beschreibt den Einfluss von ganz privaten Gefühlen und Interessen auf Politik.
Regisseur Stephan Kimmig hat den Originaltext ironiefrei inszeniert. So genau, wie er in der Sprache Schillers bleibt, so zielgenau platziert er seine Inszenierung in der unsere Gegenwart bestimmenden Angst, die nicht erst nach dem 11. September vielerorts herrscht. Die Drehbühne ist kühle Bürowelt, Gefängnis und geheime Komandozentrale.
8.) König Lear
Theateraufführung, nach William Shakespeare »König Lear«, Burgtheater Wien / Wiener Festwochen
Neu übersetzt von Marie-Luise Bischofberger, Luc Bondy und Geoffrey Layton.
Narrenlieder übertragen von Peter Handke.
Mit: Gert Voss, Andrea Clausen, Caroline Peters, Adina Vetter, Martin Schwab, Klaus Pohl, Birgit Minichmayr u. a.
Inszenierung: Luc Bondy
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 140 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2008
FSK: LEHR-Programm gemäß § 14 JuSchuG
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1
Format: DVD 9 | PAL
Bonus: Abgeschminkt: Gert Voss (Interview)
Zum Inhalt:
»Lear ist König. Alle müssen sich ihm beugen, aber er möchte auch geliebt sein. Er veranstaltet einen Wettstreit unter seinen drei Töchtern: als Preis für ihr Erbe sollen sie ihm ihre Zuneigung bekunden. Eloquent entledigen sich die beiden älteren dieser Aufgabe; deren Heuchelei bringt die jüngste dazu, sich zu verweigern. Wutentbrannt verstößt ihr Vater sie und teilt sein Reich unter den beiden anderen Schwestern auf. Die Worte seines Narren, zu ihm als Warnung gesprochen, können ihn nicht mehr erreichen.
Regisseur Luc Bondy hat einen bezwingenden Theaterabend geschaffen, der sich ganz auf die Sprache in all ihren Facetten konzentriert. Das Stück ist bis in die Nebenrollen mit einem großartigen Ensemble besetzt. Vor allem aber steht ein Duo im Zentrum: Gert Voss als Lear und Birgit Minichmayr als sein alle königlichen Possen enthüllender Narr. Virtuos vollzieht Gert Voss’ Lear die Verwandlung vom blind ignoranten Herrscher zum zürnenden und bösartigen Propheten und endet schließlich als verzweifelter und wahnsinnig gewordener König. Während Birgit Minichmayrs Narr ein kleiner biegsamer Scherzbold mit frecher Schnauze ist, der Lears Handeln weise in Versen kommentiert.« (ZDF Theaterkanal)
9.) Viel Lärm um Nichts
Theateraufführung, nach William Shakespeare »Viel Lärm um Nichts«, Burgtheater Wien
Mit: Nicholas Ofczarek, Martin Reinke, Jörg Ratjen, Christian Nickel, Joachim Meyerhoff, Michaela Masula, Dorothee Hartinger, Christiane von Poelnitz
Inszenierung: Jan Bosse
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 120 Minuten
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2007
FSK: LEHR-Programm gemäß § 14 JuSchuG
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital Stereo
Format: DVD 9 | PAL
Zum Inhalt:
»Die ganze Welt ist eine Bühne« – von Shakespeare selbst stammt dieser Satz, der als Überschrift für sein Gesamtwerk gelten könnte. Und als Überschrift für unsere Zeit. Genau darum, um die Bühnenhaftigkeit der Liebe und des Seins, geht es in Jan Bosses Erfolgsinszenierung der Shakespeare-Komödie »Viel Lärm um Nichts«. MIt einem glänzend aufgelegten Star-Ensemble unternimmt er auf der großen Bühne des Wiener Burgtheaters hellwach und heiter den Versuch, uns irgendwie – und weil es anders ja auch nicht geht – mit dieser Welt des schönen Scheins zu versöhnen.
Zwei Paare, die verschiedener nicht sein könnten, werden einander gegenüber gestellt: Auf der einen Seite Claudio und Hero, die lieber heute als morgen heiraten wollen, obwohl sie sich kaum kennen und durch die Intrigen des bösartigen Don John daran gehindert werden. Auf der anderen Seite das Paar Beatrice und Benedict, die geschworen haben, sich niemals und unter keinen Umständen mit dem anderen Geschlecht einzulassen, aber schließlich doch heiraten.
Für Regisseur Bosse spielt die Geschichte um die ersten überzeugten Singles der Theatergeschichte in der Welt einer Pseudo-Idylle. Die Kulisse der Traum-Hochzeit verbirgt nur mühsam die Leere des »Nichts«. Eine künstliche Welt der Oberfläche, des Scheins und der Illusion, nur zur Triebabfuhr geschaffen für eine Gesellschaft, die am liebsten von sich selbst Urlaub machen würde. Liebe zuzulassen fällt hier schwerer, als man denkt oder einen das Theater glauben machen will. Doch darf sich der Zuschauer daran erfreuen, wie der größte Dramatiker der Weltliteratur Menschen skizziert, wahre Verbal-Eroten, deren Fetische der Witz und die eigene Schlagfertigkeit sind. Vor Selbstverliebtheit blasen sie ihr Ego so weit auf, dass das wahre Objekt der Leidenschaft fast aus ihrem Blickfeld gerät. Em Ende der Komödie siegt die Welt des verwirrenden Scheins, in der sich Humor, harmlose Torheit und Liebe nur als Strategien entpuppen, ohne die das Überleben in dieser Gesellschaft der verschlagenen Täuschung schlicht unmöglich wäre.
10.) Das Leben des Siegfried
Theateraufführung, nach John von Düffel »Das Leben des Siegfried«, Live von den Nibelungen-Festspielen Worms, 2009
Intendant: Dieter Wedel
Mit: Christoph Maria Herbst, Nina Petri, Gustav Peter Wöhler, Mathias Schlung, Susanne Bormann, Inga Busch, Gennadi Vengerov, André Eisermann, Mark Weibel, Thorsten Krohn
Regie: Gil Mehmert
Umfang: 1 Video-DVD; ca. 135 Minuten + 14 Minuten Extras
Sprache: Deutsch
Herstellungsjahr: 2009
FSK: ohne Alterseinschränkung
Regionalcode: 0 (ohne Einschränkung)
Bild: 16:9
Ton: Dolby Digital Stereo
Format: PAL
Bonus: Interview mit Christoph Maria Herbst, Hintergrundbericht
Zum Inhalt:
Nach sieben Jahren »Nibelungen«, mal klassisch, mal modern, nach vielen tragischen Liebes-, Todes- und Rachegeschichten, ist es an der Zeit, die Sage um Siegfried einmal ganz anders zu erzählen. Es ist Zeit für eine Komödie! »Das Leben des Siegfried« ist ein schrilles, phantastisches Spektakel mit Musik, ein witziger Bilderbogen, der die große Sage der Deutschen auf den Kopf stellt.
John von Düffel gehört zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Parallel zu seiner schriftstellerischen Arbeit war er Dramaturg an mehreren deutschen Bühnen, u.a. am Theater Basel, am Schauspielhaus Bonn und am Thalia-Theater in Hamburg. Ab 2009 wird er für das Deutsche Theater in Berlin arbeiten. Bei den Nibelungen-Festspielen ist John von Düffel seit der ersten Premiere im Jahr 2002 als Dramaturg tätig. Er veröffentlichte neben Hörspielen, Übersetzungen und Bühnenbearbeitungen anderer Autoren zahlreiche Romane (Vom Wasser, Zeit des Verschwindens, Ego, Houwelandt, Beste Jahre), die zu Bestsellern wurden, sowie Theaterstücke.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Nibelungen-Festspiele wird 2009 auf der Westseite des Wormser Kaiserdoms gespielt. »Die romantische Westseite des Doms ist der ideale Schauplatz für eine Komödie«, sagt Festspiel-Intendant Dieter Wedel. Sie eigne sich besser für ein humorvolles Stück als die strengere, düstere Nordseite.
Bitte beachten Sie: das Werbevideo zeigt auch Ausschnitte aus DVDs der Theateredition, die nicht Bestandteil dieser Box sind.
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