Literarisches Berlin

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Literarisches Berlin

2. erweiterte Auflage, mit Faltplan.

Produktart: Buch, preisgebunden
Autor: Michael Bienert
Sprache: Deutsch
Einband: kartoniert
Seiten: 80
Verlag: Verlag Jena 1800
Erscheinungsjahr: 2004

 

Spazieren Sie mit diesem literarischen Stadtplan auf den Spuren von 100 Poeten, Publizisten und Philosophen in Berlin querdurch fünf Jahrhunderte. Der in Berlin lebende und seit Jahren durch die Stadt führende Autor Michael Bienert hat die Wohn- und Arbeitsstätten der Schriftsteller in Archiven und vor Ort recherchiert und stellt in lebendigen Kurzporträts die jeweilige Berliner Biographie vor. Durch die auf einem historischen Stadtplan von 1927 und einer aktuellen Innenstadtkarte genau markierten Adressen wird dieser Dichter und Denker Stadtplan zum nützlichen Wegweiser durch die reiche literarische Topographie der Hauptstadt.

In die nun vorliegende 2. Auflage des Literarischen Berlin wurden 50 Autoren neu aufgenommen und die bereits vorliegenden Texte ergänzt. Entsprechend der erweiterten Konzeption unserer Beine "Literarische Stadtpläne" werden nun auch wichtige literarische Schauplätze, Treffpunkte, Cafes, Theater, Museen und Friedhöfe vorgestellt.

So erfahren Sie, wo Kurt Tucholsky eine "Bücher-Bar" eröffnete und wo E.T.A. Hoffmann zechte, daß Johannes Bobrowski viele seiner Gedichte in der S-Bahn schrieb, Adelbert von Chamisso literarische Projekte beim Dienst an der Torwache am Brandenburger Tor besprach und Gottfried Beim durch einen Sektionskurs im Krankenhaus Moabit zu seinen ersten Morgue-Gedichten inspiriert wurde. Friedrich Schlegel verliebte sich im literarischen Salon von Henriette Herz in die Tochter von Moses Mendelssohn. Else Lasker-Schüler war Stammgast im "Cafe des Westens" und im "Romanischen Cafe". Hegel lehrte erfolgreich an der Berliner Universität, während Karl Marx wenig später hier zwar fleißig studierte, aber auch "mehrmals wegen Schulden verklagt" wurde. Wedekind triumphierte mit der Uraufführung von Frühlings Erwachen am Deutschen Theater unter der Regie von Max Reinhardt, Brecht hatte mit seiner Dreigroschenoper am Theater am Schiffbauerdamm groben Erfolg.

Berlin ist ein wichtiger Schauplatz der Literatur: Während Emil und die Detektive sich am Nollendorfplatz rumtreiben und der Potsdamer Platz in vielen Gedichten besungen wird, zieht es lausig am Alexanderplatz. Der Tiergarten ist Lektüre- und Inspirationsort vieler Schriftsteller, so für Theodor Fontane (Effi Bliest) und Heinrich Mann (Im Schlaraffenland). Die unterschiedlichen Facetten der Stadt spiegeln sich in den literarischen Beschreibungen der Viertel und Straßen: Die besondere Atmosphäre am Kurfürstendamm der zwanziger Jahre kann man mit Irmgard Keims Kunstseide nen Mädchen oder mit Gabriele Tergils Käsebier erleben. Bei dem jüdischen Händler Krakauer in der Grenadierstraße im Scheunenviertel kauft der Hauptmann von Köpenick seine Uniform, die soziale Not im Scheunenviertel um 1885 verarbeitet Gerhart Hauptmann in seinem Drama Die Hallen. Die Sperlingsgasse erhält gar ihren Namen nach einem Roman Wilhelm Baabes. Unter den Linden kann man mit Heines Briefen Spazierengehen, das Pergamonmuseum mit der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss neu entdecken ...

 


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